Drei sind neu im Rat

Medlingen Drei Mal stand am Beginn der Sitzung in Medlingen ein Rat auf. Drei Mal schwor einer einen Eid. Denn drei neue Gemeinderatsmitglieder sind am Montagabend von Bürgermeister Stefan Taglang vereidigt worden. Und spätestens beim Punkt Verschiedenes stimmten Michael Gerstmaier, Renate Wiedemann und Michael Neher mit den bisherigen Mitgliedern des Gremiums für ein Projekt, das wohl viele Medlinger in der Zukunft jeden Tag nutzen werden.

Bürgermeister Taglang sagte zu Beginn, in der Gemeinde sei die Vereidigung neuer Räte ein seltener Akt – Nachrücker gebe es nicht oft. Das Durchschnittsalter des Gremiums liege nun bei 43,2 Jahren: „Damit sind wir nicht mehr so jung, wie wir schon waren.“ Er betonte, dass ihm die Objektivität der Räte wichtig sei. In der Vergangenheit habe die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Wählergruppe keine Rolle gespielt, genauso wenig wie Einzelinteressen.

Zunächst verabschiedete der neue Rat eine Satzung. Darin wurde festgelegt, dass das Sitzungsgeld von 25 auf 30 Euro erhöht wird – zum ersten Mal seit 2002. Hans Beer (Unabhängige Wählervereinigung) betonte, im Gegensatz zu Räten anderer Kommunen bekämen die Medlinger weder einen Sockelbetrag noch Geld für die Sitzungen von Ausschüssen. Beer wurde anschließend von Taglang für den Posten des Zweiten Bürgermeisters vorgeschlagen. Den habe dieser schon seit mehreren Jahren inne. 9:0 lautete das Ergebnis der geheimen Wahl. Für den Posten des Dritten Bürgermeisters wurde von Taglang der bisherige Amtsinhaber Michael Mayr (Freie Wählervereinigung Untermedlingen) vorgeschlagen. Und auch hier gab es mit 8:1-Stimmen ein klares Ergebnis in der geheimen Wahl. Eine Stimme war ungültig. Die Besetzung der Ausschüsse brachte folgendes Ergebnis:

Rechnungsprüfungsausschuss: Michael Mayr (Vorsitzender), Kurt Mayer, Renate Wiedemann

Bau- und Umweltausschuss: Stefan Taglang (Vorsitzender), Hans Beer, Günter Müller, Kurt Mayer, Jürgen Langer, Michael Mayr

Beauftragte: Kindergarten – Renate Wiedemann, Jugend – Michael Gerstmaier, Gräben und Feldwege – Michael Neher.

Am Ende der Sitzung, unter dem Punkt Verschiedenes, ging es um die ehemalige Staatsstraße 1167. Taglang erklärte, dass sie im Zuge der Inbetriebnahme der B 492 nun abgestuft werde. Einen Teil übernahm bereits der Kreis – vom Rathaus bis zum Kreisel in Richtung Gundelfingen. Vom Rathaus zur Landesgrenze jedoch werde sie an die Kommune übergeben. Bei einem Ortstermin sei der Zustand der Straße beurteilt worden. Das Ergebnis: Das Staatliche Bauamt stelle 20929 Euro zur Verfügung. Das sei der Betrag, der fällig sei, um die Schäden der Straße zu reparieren. Taglang hatte folgenden Vorschlag: Das Stück von der Einmündung Bächinger Straße bis zur Landesgrenze komplett abfräsen und eine neue Deckschicht auftragen zu lassen. Das koste rund 21600 Euro, so ein Angebot. Rechne man das Geld des Staatlichen Bauamtes mit ein, müsse die Gemeinde nur wenig dazuzahlen. Das restliche Stück der Kommune müsse man in der Zukunft irgendwann aufreißen, um den Regenwasserkanal zu sanieren. Beer sagte: „Wir kriegen es nahezu zum Nulltarif.“ Und Günter Müller meinte: „Im Endeffekt kann uns nix Besseres passieren.“ Nach kurzer Diskussion votierte der Gemeinderat einstimmig für diese Lösung.

Zum Artikel in der Donauzeitung